# Steckbriefe Runde 3 – Linse „Geldflüsse“: H Sicherheiten-Radar, I Einkaufs- und Material-Check, L HV-Kundenakte Stand: 11. September 2026. Grundlage: runde3-kern.md, niederschwellig-r2.md, codex-r2.md, geldfluesse-r2.md; vier Zusatzabrufe für die Streitpunkte (VOB/B §17 Fristen, BGH-Smartlaw-Urteil, casavi relay, Lexware-Export). Jeder Steckbrief ist die verbindliche Startvorgabe für den Deep-Dive-Agenten; Streitpunkte sind entschieden, nicht offen gelassen. --- ### H – Sicherheiten-Radar (Rückhol-Check + VOB-Fristen-Wecker) - **Kurzname (Tab):** Sicherheiten - **Größe:** S - **Ein-Satz-Pitch (beste Form):** Wir lesen Ihre Schlussrechnungen, Verträge und Bürgschaften der letzten fünf Jahre, zeigen auf den Euro, was an Einbehalten bei Auftraggebern und als Bürgschaft bei der Bank liegt, liefern die fertigen Rückforderungsschreiben – und wecken Sie ab dann bei jeder der sechs Fristen, die jeder VOB-Auftrag hat. - **Was das Produkt konkret tut:** Eingaben für den Check: der Ordner oder ERP-Export mit Schlussrechnungen, Auftragsbestätigungen/Verträgen samt Verhandlungsprotokoll, Abnahmeprotokollen und Bürgschaftsurkunden der letzten fünf Jahre, dazu die Avalliste der Hausbank oder des Kautionsversicherers und optional der Kontoauszug als CSV; der Vertriebler holt das vor Ort ab oder scannt es. Eingaben im laufenden Betrieb: jede neue Schlussrechnung als PDF per Mail-Weiterleitung an ein Postfach oder aus einem beobachteten Ordner, optional der Vertrag beim Auftragsstart und die Fertigmeldung des Monteurs per WhatsApp („Müller fertig, Abnahme Dienstag“). Verarbeitung: Ein lokal laufendes LLM extrahiert je Vorgang Auftraggeber, Objekt, Vertragsart (VOB/BGB), Abnahmedatum, Schlussrechnungsdatum und -betrag, Einbehalt in Prozent und Euro, Bürgschaft (Nummer, Bürge, Betrag), vereinbarte Gewährleistungsfrist, Sicherheitsklausel und Rückgabezeitpunkt – jeweils mit Klausel-Auszug und Konfidenz; Regelcode berechnet daraus die Fristenkette deterministisch mit sichtbarem Rechenweg („§17 Abs. 8 Nr. 2 VOB/B: Abnahme 12.03.2024 + 2 Jahre = 12.03.2026“); atypische Klauseln (abweichende Frist, Sicherheit über 5 %, Verzicht auf Sperrkonto, Mängelrüge im Zeitraum) werden als „Prüfaufgabe“ markiert, nie bewertet. Ausgaben: das Register „gebundenes Kapital“ in drei Spalten (fällig/überfällig, binnen 12 Monaten fällig, später) mit Avalprovisions-Ersparnis, die Musterschreiben-Entwürfe mit ausgefüllten Platzhaltern (Rückforderung Einbehalt, Rückgabe Bürgschaftsurkunde nach §17 Abs. 8, Aufforderung zur Sperrkonto-Einzahlung nach §17 Abs. 6, Austausch Einbehalt gegen Bürgschaft nach §17 Abs. 3, Fertigstellungsmitteilung/Abnahmeverlangen nach §12, Vorbehalt nach §16 Abs. 3), Erinnerungen per Mail und WhatsApp 90/30/7 Tage vor jedem Termin, ein Monatsreport und ein CSV-Export ins Altsystem. Rollen: Der Vertriebler holt den Ordner und führt den Ergebnistermin; die Büro-Chefin arbeitet die Review-Queue ab (unsichere Felder mit Beleg daneben), leitet neue Schlussrechnungen weiter und bestätigt Zahlungseingänge; der Chef entscheidet und unterschreibt die Briefe; der Monteur meldet höchstens „fertig“ per WhatsApp und fotografiert das Abnahmeprotokoll. **Die Fristenkette je VOB-Auftrag (sechs Termine, Regel, Datenquelle, Ausgabe):** | Nr. | Termin | Regel (VOB/B 2016) | Woher die Daten kommen | Was der Wecker liefert | |---|---|---|---|---| | 1 | Fertigstellung → Abnahme | §12 Abs. 1: AG muss binnen 12 Werktagen nach Verlangen abnehmen; §12 Abs. 5: fiktive Abnahme 12 Werktage nach schriftlicher Fertigstellungsmitteilung bzw. 6 Werktage nach Inbetriebnahme | Fertigmeldung per WhatsApp (Monteur/Chef) oder Abnahmeprotokoll-Foto | Entwurf Fertigstellungsmitteilung/Abnahmeverlangen; Wecker „Abnahme fällig“ | | 2 | Schlussrechnung stellen | §14 Abs. 3: binnen 12 Werktagen nach Fertigstellung bei Ausführungsdauer bis 3 Monate, sonst gestaffelt | Fertigmeldung + Abnahmedatum | Wecker „Schlussrechnung fällig“ (verhindert §14 Abs. 4: AG rechnet selbst ab) | | 3 | Schlusszahlung | §16 Abs. 3 Nr. 1: 30 Tage nach Zugang, bis 60 Tage bei Vereinbarung | Schlussrechnungs-PDF (Datum), Zahlungseingang aus Konto-CSV oder Büro-Klick | Wecker Zahlungserinnerung, Verzugshinweis als Entwurf | | 4 | Vorbehalt bei Kürzung | §16 Abs. 3 Nr. 2: Vorbehalt binnen 28 Tagen nach Zugang der Schlusszahlungsmitteilung, prüfbare Begründung binnen weiterer 28 Tage | Büro markiert „Kürzung erhalten“ mit Datum (PDF/Foto der Prüfmitteilung) | Wecker + Muster-Vorbehalt ohne jede Bewertung der Kürzung | | 5 | Sperrkonto / Austausch | §17 Abs. 6 Nr. 1: AG zahlt Einbehalt binnen 18 Werktagen nach Mitteilung auf Sperrkonto ein; Nr. 3: nach Nachfrist sofortige Auszahlung verlangbar; §17 Abs. 3: Austausch gegen Bürgschaft | Schlussrechnung (Einbehalt), Sperrkonto-Bestätigung ja/nein durch Büro | Muster „Aufforderung Sperrkonto“, Muster „Austausch gegen Bürgschaft“ | | 6 | Rückgabe / Rückforderung | §17 Abs. 8 Nr. 2: nicht verwertete Mängelsicherheit nach 2 Jahren ab Abnahme zurückzugeben, sofern kein anderer Zeitpunkt vereinbart; Gewährleistungsende §13 Abs. 4 (4 Jahre Bauwerk) bzw. §634a BGB (5 Jahre) bzw. Vertrag; Neubeginn nach Mängelrüge §13 Abs. 5 als Prüfaufgabe | Abnahmedatum + Vertragsklausel; Mängelrügen aus Mail/Büro | Muster Rückforderung Einbehalt, Rückgabe Bürgschaftsurkunde, Enthaftungsschreiben an Bank/Kautionsversicherer | **Auslöser für einen neuen Auftrag im laufenden Betrieb:** primär die Schlussrechnung, weil jeder Auftrag mit einer endet und das Büro sie ohnehin erzeugt – Weiterleitung an das Postfach oder Ablage im beobachteten Ordner genügt; fehlen VOB/BGB, Abnahmedatum oder Sicherheitsvereinbarung, fragt das System die drei Felder per Mail oder WhatsApp ab und setzt bis dahin gekennzeichnete Standardannahmen. Optional früher: Vertrag/Auftragsbestätigung beim Start (dann greifen Termine 1–2 automatisch) und die WhatsApp-Fertigmeldung. Ohne einen dieser drei Auslöser gibt es keinen Eintrag – das Produkt zwingt niemanden in eine Auftragsverwaltung. - **Einmal-Produkt vs. Abo:** Einmal „Sicherheiten-Check“ 990 € bis 200 Vorgänge (1.490 € bis 500): Altbestand fünf Jahre, Register mit Euro-Liste, Avalprovisions-Rechnung, alle Musterschreiben ausgefüllt, 45-Minuten-Ergebnistermin; Preisgarantie: werden unter 5.000 € fällige oder binnen 12 Monaten fällige Sicherheiten gefunden, kostet der Check 490 €. Abo „Fristen-Wecker“ 39 €/Monat bis 50 laufende Aufträge (79 € bis 200): komplette Fristenkette, Wecker, Musterschreiben, Monatsreport, Review-Queue, CSV-Export; Re-Check 490 € alle 24 Monate optional. Kein Abo ohne Check in Jahr 1 – der Check ist das Onboarding und liefert die Daten. - **Zielkunde und Reihenfolge der Gewerke/Kundentypen:** Zuerst Elektro-, Trockenbau- und Maler-Nachunternehmer bei GU und Hausverwaltungen mit 5–50 Mitarbeitern – sie sind im Netzwerk des Vertrieblers, im Winter ansprechbar und haben die meisten VOB-Sicherheiten. Danach Metallbau und Dachdecker mit öffentlichen Auftraggebern (VOB/A zwingt zur VOB/B). SHK zuletzt und erst ab Februar (weniger VOB-Anteil, Heizsaison). Untergrenze 5 Mitarbeiter (niederschwellig), nicht 8 – auch kleine Nachunternehmer haben Einbehalte. - **Vertriebler-Skript:** Erster Satz: „Wie viel Geld von Ihnen liegt gerade als 5-Prozent-Einbehalt bei Ihren Auftraggebern und als Bürgschaft bei der Bank – und wann davon das erste zurückkommt, wissen Sie das aus dem Kopf?“ Qualifizierungsfragen: (1) „Wie viele Ihrer Aufträge laufen nach VOB mit Einbehalt oder Bürgschaft – zehn im Jahr oder fünfzig?“ (2) „Wo liegen die Bürgschaftsurkunden, und wer weiß, wann die letzte zurückgekommen ist?“ (3) „Führt Ihr Steuerberater oder Ihre Software eine Liste der offenen Einbehalte – und stimmt sie mit dem Ordner überein?“ Kaufabschlussfrage: „Ich nehme den Ordner heute mit, nächste Woche liegt die Liste mit Euro auf diesem Tisch. 990 € – und wenn unter 5.000 € drinsteht, zahlen Sie nur 490 €. Machen wir das?“ - **Was aus welcher Runde-2-Variante übernommen wurde und was gestorben ist:** Übernommen von Codex: Klausel-Auszug plus Prüfaufgabe statt Rechtsmeinung als Produktgrenze, 990 € bis 200 Vorgänge, „10.000 € sichtbares Kapital“ als Verkaufssignal, der Name Sicherheiten-Radar. Von Geldflüsse: Vertragslesen für abweichende Fristen, Cockpit „gebundenes Kapital“, die Fristenkette je Auftrag als Abo-Substanz, 39 €. Von niederschwellig: Avalliste der Bank als Eingabe, Hemmung/Neubeginn durch Mängelrüge, Mängelrüge an eigene Subs vor deren Fristende, kein Inkasso, Untergrenze 5 Mitarbeiter, gemeinsame Extraktions-Pipeline mit der Bestandsernte (G). Gestorben: das 29-€-Abo (Codex, niederschwellig) – ohne Fristenkette ist es ein Wecker, den niemand bezahlt, mit Fristenkette sind 39 € verteidigbar; die 5-%-Erfolgsvereinbarung (niederschwellig) wegen Inkasso-Nähe und Buchhaltungsaufwand; „49 € ohne Check“ (niederschwellig), weil ohne Check keine Daten; die Bewertung von Kürzungen aus dem Prüfvermerk-Leser (Geldflüsse 9) – nur der 28-Tage-Wecker überlebt; der Name „Rückholer“. - **Erster Umsatz:** 14–21 Tage. Woche 1–2 halbmanuell: Der Vertriebler holt den Ordner beim ersten Pilotbetrieb, Ronald fährt die Extraktion mit einem lokalen LLM als Skript, das Register ist eine Excel-Tabelle, die Musterschreiben sind Word-Vorlagen mit Serienbrief, Review 1–2 Stunden je Betrieb, Ergebnistermin nach 5–7 Tagen. Der Fristen-Wecker folgt ab Woche 6. - **Wettbewerber und Preisanker:** Malerblog beschreibt das Vergessen als Standardproblem und nennt die Fälligkeitsliste in C.A.T.S.-WARICUM (https://www.malerblog.net/nicht-vergessen-buergschaften-nach-gewaehrleistungsende-zurueckfordern/, https://www.malerblog.net/nicht-vergessen-sicherheitseinbehalt-nach-gewaehrleistungsende-anfordern/); Sander & Doll mit Feldern und Erinnerung im ERP (https://sander-doll.com/meisterwissen/meister-wiki/sicherheitseinbehalt-bauleistungen); Bürgschaft24 und Kautionsversicherer verkaufen die Bürgschaft, nicht die Rückholung (https://www.buergschaft24.de/sicherheitseinbehalte-umgehen-gewaehrleistungsbuergschaft-fuer-handwerker/, https://www.buergschaft24.de/buergschaftsarten/gewaehrleistungsbuergschaft-vob/). Nevaris/BRZ führen Bürgschaftslisten für größere Bauunternehmen (ohne URL in Runde 1/2). Kein Standalone-Produkt für Handwerksbetriebe gefunden. - **Die eine Zahl, die der Deep-Dive verifizieren muss, und das Kill-Kriterium nach 30 Tagen:** Die Zahl: der Median je Betrieb des dokumentierten Sicherheiten-Kapitals (Einbehalte plus Bürgschaften), das fällig ist oder binnen 12 Monaten fällig wird. Festgelegtes Kill-Kriterium: **Nach fünf Checks liegt dieser Median unter 5.000 €.** Go bei Median ≥ 10.000 €; zwischen 5.000 und 10.000 € läuft der Check mit 490 € statt 990 € weitere fünf Betriebe. Sekundäres Kill-Kriterium (niederschwellig): drei von fünf Betrieben führen die Liste bereits vollständig im ERP oder beim Steuerberater. Begründung für 5.000 € statt Codex' „mindestens ein Betrieb mit 10.000 €“ oder niederschwelligs „Median 2.000 €“: Der Check kostet 990 €, der Betrieb muss das Fünffache sehen, damit der Vertriebler nicht diskutieren muss; ein einzelner 10.000-€-Fall unter fünf wäre Glück, ein 2.000-€-Median ein Beratungsprodukt ohne Wiederkehr. - **Rechts-/Haftungsgrenze:** Das Produkt bewertet keinen Einzelfall. Fristen kommen aus festen, angezeigten Regeln (VOB/B, BGB) und den Vertragsdaten des Betriebs; jede Berechnung zeigt Rechenweg und Klausel-Auszug. Musterschreiben sind Vorlagen mit Platzhaltern nach Verbandsmustern, die der Betrieb selbst prüft, unterschreibt und versendet – das System kommuniziert nie mit dem Auftraggeber oder der Bank. Kein Inkasso, keine Aussage „Ihr Anspruch besteht“, keine Bewertung von Kürzungen oder Mängelrügen, keine Berechnung von Verzugszinsen als Forderung. Atypische Klauseln, Mängelrügen im Zeitraum und Insolvenz des Auftraggebers erzeugen eine Prüfaufgabe mit dem Hinweis „mit Ihrem Anwalt klären“. Maßstab ist das BGH-Urteil zu Smartlaw (I ZR 113/20, 9.9.2021): Software, die nach festem Ablauf ohne Prüfung des konkreten Einzelfalls aus Nutzereingaben Dokumente erzeugt, ist keine Rechtsdienstleistung nach §2 Abs. 1 RDG – exakt dort bleibt das Produkt. - **Anschluss an A–F und an die anderen sechs neuen Ideen:** D (Gewährleistungsfristen sind dort der Einstiegs-Use-Case; das Register wird Teil des Betriebsgehirns), B (Schlussrechnung, Nachträge, Regieberichte sind dieselben Dokumente), G Bestandsernte (identische Extraktions-Pipeline „alte PDFs rein, Liste raus“ – der Entwickler baut sie einmal), K Sub-Akte (dieselben B2B-Nachunternehmer; Mängelrüge an Subs vor deren Fristende), I Einkaufs-Check (Konto-CSV und Postfach-Eingang gemeinsam), A (WhatsApp-Eingang für die Fertigmeldung). - **Offene Streitpunkte und Entscheidung:** (1) Kill-Zahl: 5.000 € Median mit Korridor, siehe oben. (2) Abo 29 € oder 39 €: 39 €, weil die Fristenkette pro Auftrag sechs Termine mit Euro-Bezug liefert und damit mehr als ein Jahreswecker ist; 29 € war die Zahl für ein Produkt ohne diese Kette. (3) Fristenkette: die sechs Termine, Datenquellen und der Schlussrechnungs-Auslöser wie in der Tabelle – Vertrag und Fertigmeldung sind optionale Frühauslöser, keine Pflicht. (4) Größe bleibt S, auch mit Fristenkette: Regelcode plus Vorlagen, drei bis fünf Wochen. (5) Untergrenze 5 statt 8 Mitarbeiter. (6) Name: Sicherheiten-Radar mit Untertitel „Rückhol-Check + VOB-Fristen-Wecker“. - **Drei Recherchefragen für den Deep-Dive-Agenten:** (1) VOB/B 2016 im Wortlaut für §12, §14, §16, §17 prüfen (Werktage-Definition, Fristen) und typische Abweichungen in GU-Verhandlungsprotokollen belegen: Rückgabe der Mängelsicherheit erst nach 5 Jahren statt 2, Einbehalt ohne Austauschrecht – welche Klauseln hat der BGH als AGB unwirksam erklärt (Stichworte „Sicherheitseinbehalt 5 Jahre ohne Austauschrecht unwirksam“, „Gewährleistungsbürgschaft auf erstes Anfordern“)? (2) Welche Musterschreiben existieren bei ZDB, Landesinnungsverbänden, IKZ/SBZ und WEKA (dort z. B. „Aufforderung zur Bürgschaftsrückgabe §17 Abs. 8 VOB/B“) und dürfen als Vorlagenbasis lizenziert werden? (3) Avalprovisions-Sätze 2026 bei Hausbanken und Kautionsversicherern (VHV, R+V, Euler Hermes) für das Spar-Argument, und ob Streit, Sander & Doll und C.A.T.S. eine Sicherheiten-Fälligkeitsliste standardmäßig liefern oder nur als Feld – damit das sekundäre Kill-Kriterium messbar wird. --- ### I – Einkaufs- und Material-Check - **Kurzname (Tab):** Einkaufs-Check - **Größe:** S (Check und Abo-Stufe 1); die Abo-Stufe 2 „Material-Radar“ ist der M-Anteil und wird nach dem Check gebaut - **Ein-Satz-Pitch (beste Form):** Geben Sie mir die Großhändler-Rechnungen vom letzten Jahr und Ihre Kundenrechnungen vom letzten Quartal – ich sage Ihnen auf den Euro, wie viel Skonto Sie verschenkt, welche Bonusstufe Sie verpasst, wo der Großhändler falsch abgerechnet und welches Material Sie bezahlt, aber nie weiterberechnet haben, ohne dass ein Monteur etwas tun muss. - **Was das Produkt konkret tut:** Eingaben: (a) die Eingangsrechnungen der Großhändler der letzten zwölf Monate als ZUGFeRD/XRechnung oder PDF aus dem Mail-Postfach oder als Portal-Download (GC Online Plus, Sonepar, R+F liefern beides) – der Vertriebler richtet beim Setup eine Mail-Weiterleitung ein; (b) die Konditionsvereinbarungen und Bonusstaffeln als PDF oder Foto; (c) die Ausgangsrechnungen der letzten drei Monate positionsgenau (Exportwege unten); (d) optional Kontoumsätze als CSV für den Ist-Zahlstatus. Verarbeitung: ZUGFeRD-XML wird deterministisch gelesen, PDF ohne XML von einem lokalen Vision-LLM in dasselbe Schema gebracht; Skonto-Fristen, Bonus-Staffeln und Konditionsabweichungen (Rabattgruppe, Mindermengenzuschlag, Doppelberechnung) sind reiner Regelcode. Für den Material-Abgleich nutzt das System, dass die Sammelrechnungen der Großhändler jede Lieferscheinposition mit Lieferscheinnummer und Kommissionstext führen („Kommission: Müller Bad“): Kommission wird per Fuzzy-Matching auf Kunde/Auftrag aus den Ausgangsrechnungen abgebildet, Artikel werden über Datanorm-Artikelnummer, Textähnlichkeit und Mengen den Ausgangsrechnungspositionen zugeordnet; Ergebnis je Kommission ist „eingekauft X €, weiterberechnet Y €, Delta Z €“ mit Konfidenz; unsichere Zuordnungen landen in einer Review-Queue, das LLM formuliert nur, rechnet nicht. Ausgaben: der Check-Report als PDF mit den drei Zahlen (verschenktes Skonto, Bonus-Abstand und Konditionsabweichungen, nicht weiterberechnetes Material), die Baustellenliste mit Nachberechnungsvorschlägen (Position, Menge, Betrag, Quelle Lieferschein), Reklamationsentwürfe an den Großhändler, im Abo die tägliche „Zahl-heute-Liste“ per Mail/WhatsApp, das Bonus-Cockpit je Großhändler und der monatliche Material-Report. Rollen: Der Vertriebler richtet Weiterleitung und Export ein und führt den Ergebnistermin; die Büro-Chefin arbeitet die Review-Queue ab, löst Nachberechnungen aus und nutzt die Zahl-heute-Liste für den Zahllauf; der Chef sieht die drei Zahlen; der Monteur tut im Check nichts und im Abo nur eines: beim Bestellen die Kommission nennen (Lieferschein-Foto per WhatsApp bleibt optional als Nachbestell-Eingang). **Exportwege für positionsgenaue Ausgangsrechnungen ohne API, in Reihenfolge:** (1) E-Rechnungs-XML, wenn die Bürosoftware ausgangsseitig schon ZUGFeRD/XRechnung erzeugt (Streit, TAIFUN, pds, Lexware, plancraft, HERO können das seit 2025) – bestes Format, wird ab 2027/2028 durch die Ausstellungspflicht Standard. (2) PDF mit Textebene aus dem Rechnungsordner, dem DMS oder dem Mail-Postausgang („Gesendet“-Ordner, Anhang „Rechnung*.pdf“) – universell für jede Software inklusive Word/Excel; das Layout ist je Betrieb konstant, deshalb wird das Rechnungsformular einmal angelernt und die Positionen werden per LLM in Tabellen überführt. (3) Listen-/Datenbank-Exporte der Software: TAIFUN ReportDesigner und DatenbankMonitor (SQL), Streit-Auswertungen als Excel, Sander & Doll mit direktem DB-Zugriff, pds REST-API (alle aus dem Deep-Dive D), Lexware mit Belegen als PDF/Original und Listen als CSV – ob Lexware Positionen exportiert, ist Recherchefrage 2. (4) GoBD-Datenträgerüberlassung (Z3-Export), die jede Buchführungssoftware liefern muss, als Vollständigkeitsprüfung der Rechnungsköpfe (welche Nummern existieren). Fallback, wenn alles scheitert: Der Vertriebler druckt drei Monate Rechnungen aus der Software als PDF in einen Ordner – das kann jede Software, und Weg 2 übernimmt. - **Einmal-Produkt vs. Abo:** Einmal „Einkaufs- und Material-Check“ 490 € (zwölf Monate Eingangsseite, drei Monate Material-Abgleich, bis 1.000 Eingangsrechnungen; 990 € ab 1 Mio. € Einkauf): drei Zahlen, Baustellenliste, Reklamationsentwürfe, Ergebnistermin; Preisgarantie: unter 2.000 € gefundener Jahreswert kostet der Check 290 €. Abo Stufe 1 „Einkaufs-Radar“ 39 €/Monat: Zahl-heute-Liste, Bonus-Cockpit, Konditionsprüfung, Reklamationsentwürfe – vollautomatisch aus dem Postfach, kein Monteur. Abo Stufe 2 „Material-Radar“ 79 €/Monat inklusive Stufe 1: monatlicher Material-Leck-Report je Baustelle mit Nachberechnungsvorschlägen; Voraussetzung ist der laufende Ausgangsrechnungs-Feed (Weg 1 oder 2) und Kommissionsdisziplin beim Bestellen; optional Lieferschein-Foto oder Nachbestell-Eingang per WhatsApp. Re-Check jährlich 290 €. Unter 200.000 € Einkauf: nur Check, kein Abo. - **Zielkunde und Reihenfolge der Gewerke/Kundentypen:** Zuerst SHK und Elektro mit 300.000–1,5 Mio. € Materialeinkauf, 5–25 Mitarbeiter, zwei bis vier Großhändler – dort sind ZUGFeRD, Datanorm-Nummern und Kommissionstexte Standard, und sie sind im Netzwerk. Danach Dachdecker (Dachdecker-Einkauf, Baustoffhandel mit Kommission auf Lieferschein) und Trockenbau. Maler zuletzt (kleine Einkaufsvolumina, Pauschalpreise). Betriebe, die überwiegend Pauschalverträge abrechnen, bekommen nur die Eingangsseite verkauft, weil Mehrmaterial dort nicht nachberechenbar ist. - **Vertriebler-Skript:** Erster Satz: „Geben Sie mir die GC-Rechnungen vom letzten Jahr und die Rechnungen an Ihre Kunden vom letzten Quartal, und ich sage Ihnen in einer Woche auf den Euro, wie viel Skonto Sie verschenkt und welches Material Sie nie weiterberechnet haben.“ Qualifizierungsfragen: (1) „Wie viele Großhändler, wie viel Einkauf im Jahr – und kommen die Rechnungen als PDF per Mail oder auf Papier?“ (2) „Steht auf Ihren Lieferscheinen die Kommission – sagt Ihr Monteur beim Bestellen den Kundennamen dazu?“ (3) „Wer prüft heute, ob das Material vom Lieferschein auf der Kundenrechnung gelandet ist, und rechnen Sie nach Einheitspreis, Regie oder pauschal ab?“ Kaufabschlussfrage: „490 € für den Check; finde ich unter 2.000 € im Jahr, zahlen Sie 290 €. Richten wir die Mail-Weiterleitung jetzt gleich ein?“ - **Was aus welcher Runde-2-Variante übernommen wurde und was gestorben ist:** Übernommen von Codex: 490 € zuerst und 990 € nur bei großem Einkauf, das Kill-Kriterium „bestätigte Leckage“ statt Hochrechnung, die Einsicht, dass der Hebel die Summe aus Weiterberechnung, Lieferantenfehlern und Konditionen ist. Von Geldflüsse: ein Check mit drei Zahlen, der Kommissionstext-Befund, der den rückwirkenden Material-Abgleich ohne Monteur erlaubt, Skonto/Bonus als Modul statt Produkt. Von niederschwellig: die Zwei-Stufen-Logik im Abo (Einkauf ohne Monteur, Material mit Feed), die Preise 39/79 €, der Nachbestell-Bot als Eingang statt Produkt, die Exportfrage als harte Bedingung. Gestorben: Codex' Trennung in zwei Produkte (Materialmargen-Check M, Einkaufs-Radar S) – ein Check, zwei Abo-Stufen; Codex' Nachbestell-Bot als eigenständiges laufendes Produkt; niederschwelligs Lieferschein-Fotos als Pflicht für Stufe 2 – sie sind optional, weil die Sammelrechnung die Kommission trägt; Geldflüsse' Einkaufs-Radar als eigenständiges Produkt. - **Erster Umsatz:** 14–21 Tage. Woche 1–2 halbmanuell: ZUGFeRD-Parser als Skript (fertige .NET-Bibliothek), PDF-Rechnungen durch ein lokales Vision-LLM, Ausgangsrechnungen aus dem PDF-Ordner, Matching in einer Excel-Tabelle mit Fuzzy-Formeln, Review 2–3 Stunden, Report als PDF. Stufe 1 des Abos ab Woche 4, Stufe 2 ab Woche 8. - **Wettbewerber und Preisanker:** BONSAI (proLogistik) macht Konditions- und Bonusabrechnung für den Großhandel, also die Gegenseite (https://www.prologistik.com/globale-software/konditionenmanagement-bonsai/); Streit erklärt Skonto-Praxis, hat aber keinen Verlustreport (https://www.streit-software.de/wissen/handwerkerrechnung-skonto-abziehen); DocuWare bietet den Drei-Wege-Abgleich Bestellung/Lieferschein/Rechnung für die Industrie (https://start.docuware.com/de/blog/produkt/rechnungsposten-automatisch-mit-lieferschein-und-bestellung-abgleichen); Lieferschein-Erstellung ohne Abgleich (https://lieferschein-fertig.de/); Großhändler-Apps mit Scan und Warenkorb (Sonepar https://www.elektrowirtschaft.de/artikel-unterwegs-bestellen-mit-der-neuen-sonepar-app/, Rexel https://www.rexel.de/). plancraft-Rechnungsscan im Bundle als 0-€-Anker, Streit/pds-Rechnungsprüfung „Bestellung gegen Rechnung“ (ohne URL). Nichts am Markt prüft „Lieferschein gegen Kundenrechnung“ für Handwerksbetriebe. - **Die eine Zahl, die der Deep-Dive verifizieren muss, und das Kill-Kriterium nach 30 Tagen:** Die Zahl: die vom Betrieb bestätigte Leckage je Betrieb und Jahr – nicht weiterberechnetes Material (drei Monate, auf zwölf hochgerechnet) plus verschenktes Skonto plus Konditionsabweichungen (zwölf Monate); Hypothese ≥ 5.000 € bei 500.000 € Einkauf. Kill nach 30 Tagen: Median bei fünf Checks unter 2.000 € im Jahr; oder die Ausgangsrechnungen sind positionsgenau nicht in unter zwei Stunden je Betrieb zu beschaffen; oder Kommissionstexte fehlen bei mehr als 50 % der Lieferscheinpositionen – dann stirbt Stufe 2 (Material-Abgleich ohne Monteur unmöglich), Stufe 1 und der Check auf der Eingangsseite bleiben. - **Rechts-/Haftungsgrenze:** Keine Buchführung, keine Kontierung, keine umsatzsteuerlichen Aussagen – die Zahl-heute-Liste ist ein Vorschlag, keine Zahlungsanweisung, und es werden keine Zahlungen ausgelöst. Nachberechnungen an Kunden sind Entwürfe; das Produkt entscheidet nicht, ob Mehrmaterial vertraglich nachberechenbar ist (bei Pauschalpreisen ist es das in der Regel nicht) – der Report kennzeichnet Einheitspreis/Regie gegenüber Pauschal nur nach Angabe des Betriebs. Reklamationen an Großhändler sind Entwürfe, die das Büro versendet. Kundennamen in Kommissionstexten sind personenbezogene Daten: AVV, lokale Verarbeitung, Löschkonzept. - **Anschluss an A–F und an die anderen sechs neuen Ideen:** D (Material-Nachkalkulation und Eingangsrechnungen – der Check ist der 490-€-Einstieg in das Cockpit), F (Datanorm-Preisgedächtnis aus denselben Rechnungen), B (nachberechenbares Material wird Nachtrags- oder Regieposition), G Bestandsernte (die Ausgangsrechnungs-Extraktion ist dieselbe Pipeline), H (Konto-CSV und Postfach gemeinsam), L HV-Akte (HV-Rechnungen laufen durch denselben Ausgangsrechnungs-Feed), A (Nachbestell-Eingang per Foto-vor-Fahrt später). - **Offene Streitpunkte und Entscheidung:** (1) Ein Check oder zwei Produkte: ein Check mit drei Zahlen, zwei Abo-Stufen – der Meister kauft eine Analyse, nicht zwei; die Datenquelle ist identisch. (2) Größe S oder M: S für Check und Stufe 1 (drei bis vier Wochen), Stufe 2 ist der M-Anteil und kommt nach bestätigter Leckage. (3) Braucht der Check den Monteur: nein, wegen der Kommissionstexte auf den Sammelrechnungen; im Abo ist Kommissionsdisziplin die einzige Mitwirkung. (4) Preise: 490 € Check (alle einig), Abo 39/79 € (niederschwellig), 990 € nur ab 1 Mio. € Einkauf (Codex). (5) Nachbestell-Bot: Eingang, kein Produkt (niederschwellig und Geldflüsse gegen Codex) – die Foto-Erkennung gehört dem Großhändler. (6) Exportwege: PDF aus Postausgang/Rechnungsordner als universeller Weg, XML wo vorhanden, Datenbank-/Listen-Export als Beschleuniger, nie API als Bedingung. - **Drei Recherchefragen für den Deep-Dive-Agenten:** (1) Tragen die ZUGFeRD-Sammelrechnungen von GC, Sonepar und Richter+Frenzel Lieferscheinnummer und Kommissionstext auf Positionsebene (Felder wie BT-128/BT-132 oder Freitext) – anhand einer echten XML-Datei oder der Händler-Dokumentation belegen, sonst bleibt nur das PDF. (2) Welche positionsgenauen Exporte liefern Lexware (faktura/office), Streit V.1 und TAIFUN ohne API – Hilfeseiten und Handbücher prüfen (Lexware: Belege PDF/Original, Listen CSV – Positionen?). (3) Gibt es eine belastbare Branchenzahl für nicht weiterberechnetes Material (HWK-Betriebsberater, Nachkalkulations-Ratgeber von schaffsch.de/HERO aus Deep-Dive D) und für typische Skonto- und Bonusstaffeln der SHK-/Elektro-Großhändler, damit die 5.000-€-Hypothese vor dem ersten Check einen Anker hat. --- ### L – HV-Kundenakte (Intake, Rechnungs-Konformer, Objektakte, Mieter-Terminierung) - **Kurzname (Tab):** HV-Akte - **Größe:** M - **Ein-Satz-Pitch (beste Form):** Aufträge Ihrer Hausverwaltungen kommen strukturiert ins Büro, der Mieter bekommt seinen Termin per WhatsApp, und jede Rechnung geht erst raus, wenn Auftragsnummer, Objekt, WEG, Lohnanteil und Umlagefähigkeit so drinstehen, wie diese Verwaltung es will – mit der Objektakte dahinter, in der Anlagen, Einsätze und Schlüssel je Haus stehen. - **Was das Produkt konkret tut:** Eingaben: HV-Aufträge als Mail, PDF oder Portal-Benachrichtigung (casavi relay, facilioo, Immoscout, Domus, Haufe verschicken E-Mail-Benachrichtigungen zu neuen Aufträgen) in ein beobachtetes Postfach; der Rechnungsentwurf aus der Bürosoftware als PDF oder XRechnung aus Postausgang oder Watch-Ordner; historische Ablehnungsmails („Rechnung zurück, Auftragsnummer fehlt“); der Objektstamm, den der Vertriebler beim Setup aus den Aufträgen und Rechnungen der letzten zwölf Monate importiert (Verwaltungen, Objekte, Einheiten, Ansprechpartner); optional Einsatzmeldungen des Monteurs per WhatsApp (Foto, Sprachnotiz, Zählerfoto). Verarbeitung: Ein lokales LLM extrahiert aus der Auftragsmail Auftragsnummer, Objekt, Einheit, Mieterkontakt, Leistung und Budgetgrenze und legt den Auftrag am Objekt an; je Verwaltung existiert ein HV-Profil als Regelwerk (Pflichtfelder: Auftragsnummer, Objekt-/Kostenstellennummer, Rechnungsempfänger WEG oder Verwaltung, §35a-Lohnanteil getrennt ausgewiesen, Kennzeichnung umlagefähig/nicht umlagefähig, Kleinreparaturgrenze, Pflichtanlagen wie Einsatzbericht und Fotos, Zahlungsziel, XRechnung-Felder Käuferreferenz BT-10, Auftragsnummer BT-13, Projektreferenz BT-11), das der Vertriebler mit dem Büro anlegt und das aus jeder Ablehnung lernt (LLM schlägt die Regel vor, Büro bestätigt); Regelcode prüft jede Rechnung gegen das Profil und meldet das Ergebnis als Symbol plus Text; die Mieter-Terminierung schickt per SMS/WhatsApp einen Link mit zwei Terminvorschlägen, erfasst Bestätigung und Erinnerung und dokumentiert „Mieter nicht angetroffen“ mit Zeitstempel als Fehlfahrt-Nachweis. Ausgaben: der strukturierte Auftrag (CSV oder Mail ins Altsystem, plancraft/HERO-API als Kür), die Terminbestätigung, das Prüfergebnis mit korrigierten Feldern, Deckblatt und Anlagenpaket im Format der Verwaltung als PDF plus XRechnung – als ZIP „upload-fertig“ für das Portal –, der automatische Einsatzbericht an die Verwaltung (opt-in), der Verzugs-Radar je Verwaltung (offene Posten, mittlere Zahldauer, Erinnerungsentwurf) und die Objektakte mit Zeitleiste, Anlagenliste und Einsatzhistorie. Rollen: Der Vertriebler legt Objektstamm und HV-Profile an; die Büro-Chefin nimmt Aufträge an, gibt Rechnungen frei und lädt das Paket ins Portal; der Monteur meldet Einsätze per WhatsApp und sieht den Mietertermin; der Chef liest den Verzugs-Radar; die Verwaltung bekommt PDFs, aber keinen Login – sie ist Kanal, nie zweite Zielgruppe. **Was bleibt, wenn 60 % der Verwaltungen Pflicht-Upload ins Portal verlangen:** Der Nutzen verteilt sich auf vier Blöcke – Intake, Rechnungs-Konformer, Mieter-Terminierung, Verzugs-Radar/Objektakte. Pflicht-Upload trifft nur den Intake, und den nur teilweise: Die Portale schicken E-Mail-Benachrichtigungen mit Auftragsnummer und Objekt (casavi relay lässt die Häufigkeit sogar einstellen), aus denen der Auftrag angelegt wird; enthält die Mail nur einen Link, legt das Büro das Auftrags-PDF mit zwei Klicks in den Watch-Ordner. Der Rechnungs-Konformer wird durch Portale wertvoller, nicht wertloser: Portale weisen formal falsche Rechnungen automatisch zurück, und ab 2027/2028 verlangen Wohnungsunternehmen XRechnung mit Käuferreferenz und Auftragsnummer in den richtigen Feldern – genau das erzeugt das Produkt. Der Upload selbst bleibt ein manueller Handgriff von ein bis zwei Minuten mit dem fertigen Paket. Mieter-Terminierung und Verzugs-Radar sind portalunabhängig. Schätzung: mindestens 70 % des Nutzens bleiben; die Upload-Automation für die drei größten Portale ist Roadmap Jahr 2 (Portal-Praktikant), keine Voraussetzung. Konsequenz für den MVP: Von Tag 1 für die Portal-Realität bauen – Mail-Intake plus Upload-Paket – statt gegen sie. - **Einmal-Produkt vs. Abo:** Einmal „HV-Einrichtung“ 490 €: Objektstamm-Import, drei bis fünf HV-Profile, Postfach/Watch-Ordner, Terminlink-Texte, eine Stunde Büro-Schulung; als Vorstufe in Woche 2 der „HV-Rechnungs-Check“ 290 € (welche der letzten 20 Rechnungen wären zurückgekommen und warum), angerechnet auf die Einrichtung. Abo 79 €/Monat bis fünf Verwaltungen oder 50 Objekte, 149 €/Monat unbegrenzt: Intake, Konformer, Mieter-Terminierung, Verzugs-Radar, Objektakte light; Erweiterung „Schlüsselbuch und Zählerfotos“ +29 €/Monat ab Phase 2. Die 99/199 € aus Geldflüsse sterben, weil die Objektakte Datenmodell ist, kein Mehrwert, für den man mehr verlangen kann. - **Zielkunde und Reihenfolge der Gewerke/Kundentypen:** Zuerst SHK-Kundendienst und Elektro mit mindestens drei Verwaltungen und mindestens 30 HV-Rechnungen im Jahr (Volumen für den Konformer, zugleich A-Kunden mit Notdienst). Danach Maler und Bodenleger mit Wohnungsrenovierungen für Wohnungsunternehmen (viele Kleinaufträge, Portale, XRechnung-Druck). Hausmeisterdienste und Gebäudereiniger zuletzt (B1-Betriebe, niedrige Zahlungsbereitschaft). Innerhalb der Verwaltungen zuerst Wohnungsunternehmen und Genossenschaften (XRechnung-Pflicht 2027/28 macht den Konformer zwingend), dann WEG-Verwalter. - **Vertriebler-Skript:** Erster Satz: „Wie viele Rechnungen an Hausverwaltungen haben Sie letztes Jahr zurückbekommen, weil Auftragsnummer, WEG-Bezeichnung oder Lohnanteil fehlten – und wie viele Tage später kam dann das Geld?“ Qualifizierungsfragen: (1) „Wie kommen die Aufträge an – Mail, Anruf, Portal – und wer tippt sie ab?“ (2) „Wie oft steht Ihr Monteur vor einer verschlossenen Wohnung, und berechnen Sie die Fehlfahrt?“ (3) „Welche Ihrer Verwaltungen verlangt schon heute Upload ins Portal oder XRechnung?“ Kaufabschlussfrage: „290 € für den Rechnungs-Check der letzten 20 HV-Rechnungen nächste Woche – wenn mehr als drei davon zurückgekommen wären, richten wir das Ganze für 490 € plus 79 € im Monat ein, und der Check ist angerechnet. Einverstanden?“ - **Was aus welcher Runde-2-Variante übernommen wurde und was gestorben ist:** Übernommen von Codex: Intake plus Rechnungs-Konformer als Kern, die Preise 490 € Einrichtung und 79/149 €, Objektakte als Zusatzmodul, das Kill-Kriterium „weniger als fünf wiederkehrende Rechnungskorrekturen“. Von niederschwellig: Mieter-Terminierung per Link, Objektakte, Schlüsselbuch und Einsatzhistorie als Funktionen, die Absage an ein HV-Portal als zweite Zielgruppe. Von Geldflüsse: HV-Profile, die aus Ablehnungen lernen, der Verzugs-Radar, das XRechnung-Feldmapping, der Objektstamm als Datenmodell des Konformers. Gestorben: Geldflüsse' 99/199 €; niederschwelligs Read-only-Portal für Verwaltungen und das Schlüsselbuch als Kern; niederschwelligs Einstufung als Reserve 9 (der Koordinator hat L gesetzt); jede Portal-Automation in Jahr 1; der Name „HV-Modul“. - **Erster Umsatz:** 45–60 Tage für die Einrichtung, 14–21 Tage für den Rechnungs-Check als Vorstufe. Woche 1–2 halbmanuell: Der Vertriebler sammelt beim Pilotbetrieb die letzten 20 HV-Aufträge, 20 Rechnungen und alle Ablehnungsmails; Ronald legt die HV-Profile als YAML an, prüft die 20 Rechnungen per Skript und liefert den Check-Report; der Mieter-Terminlink wird aus A übernommen; Intake und Konformer als Software folgen ab Woche 6–8. - **Wettbewerber und Preisanker:** casavi relay als Dienstleisterplattform der Verwaltungen, kostenlos für casavi-Kunden (https://casavi.com/de/software/dienstleistersteuerung/); im facilioo-Forum diskutieren Verwalter, dass Vorgangsnummern als Zuordnung nicht reichen (https://board.facilioo.de/forum/thread/1373-vorlagen-in-vorg%C3%A4ngen-auftragsnummer/); Schlüsselverwaltung aus Verwaltersicht mit KeyScan/HausPerfekt (https://www.hausperfekt.de/schluesselverwaltung/), Log+Key (https://www.log-key.de/schluesselverwaltung-app/), KeyVault (https://schluesselmanager.com/) zu 20–50 €/Monat; Streit-Objektverwaltung im ERP (ohne URL). Kein handwerkerseitiges Produkt für Intake und Rechnungskonformität gefunden. - **Die eine Zahl, die der Deep-Dive verifizieren muss, und das Kill-Kriterium nach 30 Tagen:** Die Zahl: der Anteil der HV-Rechnungen je Betrieb, die zurückkommen oder länger als 45 Tage bis zur Zahlung brauchen, und die mittlere Zahldauer in Tagen; Hypothese ≥ 10 % Rückläufer, Ø über 45 Tage. Kill nach 30 Tagen: Bei fünf Betrieben weniger als fünf wiederkehrende Rechnungskorrekturen je Betrieb und Quartal und eine mittlere Zahldauer unter 30 Tagen bei vier von fünf – dann ist der Schmerz Komfort; oder der Pilotbetrieb bekommt seine HV-Aufträge zu 100 % per Telefon ohne verwertbare Mails oder Benachrichtigungen. - **Rechts-/Haftungsgrenze:** Keine steuerliche Bewertung von §35a-Lohnanteil oder Umlagefähigkeit – der Konformer prüft nur, ob die von der Verwaltung geforderten Felder vorhanden und formal richtig sind; die Verwaltung definiert, was sie als umlagefähig verlangt, das Büro setzt die Kennzeichnung. Mieterdaten werden auf das Minimum für den Terminlink beschränkt (Name, Telefon, Adresse), mit AVV, Löschung nach Abschluss und WhatsApp nur für Terminlinks, nie für Dokumente. Keine Kommunikation im Namen des Betriebs außer dem opt-in Einsatzbericht; Verzugserinnerungen sind Entwürfe, kein Inkasso. Keine Rechtsaussage zu Kleinreparaturklauseln oder Zahlungszielen. - **Anschluss an A–F und an die anderen sechs neuen Ideen:** A (HV-Aufträge als Eingangskanal der Kundendienst-Zentrale, derselbe Mieter-Terminlink, dieselben Kunden), B (Regiebericht und Fotos werden Einsatzbericht und Rechnungsanlage), H (Zahlungseingang und Verzug aus derselben Konto-CSV), I (HV-Rechnungen laufen durch denselben Ausgangsrechnungs-Feed), G Bestandsernte (Anlagen in der Objektakte sind das Wartungspotenzial je Haus), D (Objektgedächtnis), Blind-Spot Mahnwesen (Verzugs-Radar ist die beziehungsschonende Vorstufe). - **Offene Streitpunkte und Entscheidung:** (1) Kern: Intake plus Rechnungs-Konformer (Codex, niederschwellig) – die Objektakte ist nicht Feature, sondern Datenmodell, weil der Konformer Objekt-, Kostenstellen- und WEG-Daten je Haus braucht; Schlüsselbuch und Zählerfotos sind Phase 2. (2) Preis: 490 € + 79/149 € (Codex, niederschwellig); die 290-€-Vorstufe kommt neu dazu, damit vor 45–60 Tagen Geld fließt. (3) MVP: Mail-Intake, HV-Profile, Konformer mit Upload-Paket, Mieter-Terminlink, Verzugs-Radar, Objektakte light; nicht im MVP: Portal-Automation, Schlüsselbuch, Zähler-Vision, plancraft/HERO-API. (4) Portal-Frage: Mail-first plus upload-fertiges Paket, Portal-Praktikant erst Jahr 2. (5) Größe M bestätigt (8–12 Wochen). (6) Name: HV-Kundenakte, Tab „HV-Akte“. - **Drei Recherchefragen für den Deep-Dive-Agenten:** (1) Welche Verwalterportale (casavi relay, facilioo, Immoscout „Hausverwalter-Handwerker“, Domus, Haufe/wowiport, Aareon) senden Auftrags-Benachrichtigungen mit Auftragsnummer und Objekt per E-Mail, welche verlangen den Rechnungs-Upload zwingend, und welche Marktanteile haben sie bei Verwaltungen – Hilfeseiten und Marktberichte prüfen. (2) Welche XRechnung-Vorgaben macht die Wohnungswirtschaft (GdW-Empfehlungen, Käuferreferenz/Leitweg-ID, Pflicht ab 2027/28 für Wohnungsunternehmen als B2B-Empfänger) und wie handhaben Verwaltungen §35a-Ausweis und Umlagefähigkeit auf Handwerkerrechnungen (Haufe, Verwalterverbände)? (3) Gibt es belastbare Zahlen zu Rückläuferquote und Zahlungsdauer von Verwaltungsrechnungen an Handwerker (Verbandsumfragen, Creditreform-Zahlungsindikator Bau/Immobilien) und zu typischen Kleinreparaturgrenzen, damit die 10-%/45-Tage-Hypothese vor dem ersten Check einen Anker hat. --- ## Antwort auf die harte Frage von Codex: Produktgrenze gegen Rechtsberatung bei H und der Partner, der freigibt **Die konkrete Produktgrenze** liegt exakt auf der Linie, die der BGH im Smartlaw-Urteil (I ZR 113/20, 9.9.2021) gezogen hat: Eine Software, die nach einem festen Ablauf aus den Eingaben des Nutzers Dokumente erzeugt, ohne den konkreten Einzelfall zu prüfen, erbringt keine Rechtsdienstleistung nach §2 Abs. 1 RDG – sie ist ein Formularhandbuch mit Rechenwerk. Für H heißt das in fünf Regeln, die im Produkt technisch erzwungen werden: (1) Fristen entstehen ausschließlich aus den Vertragsdaten des Betriebs und den abgedruckten Regeln (VOB/B §12, §14, §16, §17; BGB §634a), jede Frist zeigt Rechenweg und Klausel-Auszug – das System „meint“ nichts, es rechnet. (2) Musterschreiben sind Verbandsvorlagen mit Platzhaltern; das System füllt Namen, Beträge, Daten und Paragrafen ein, der Betrieb prüft, unterschreibt und versendet – es gibt keinen Versand aus dem System und keine Kommunikation mit Auftraggeber oder Bank. (3) Alles, was Einzelfallprüfung wäre – abweichende Klauseln, Sicherheit über 5 %, Mängelrügen im Zeitraum, Insolvenz des Auftraggebers, Kürzungen, Verzugszinsen als Forderung, AGB-Wirksamkeit – erzeugt eine „Prüfaufgabe“ mit dem Text „mit Ihrem Anwalt klären“ und keinen Vorschlag. (4) Kein Inkasso, keine Erfolgsbeteiligung am zurückgeholten Betrag, keine Forderungsabtretung – damit fällt auch §2 Abs. 2 RDG (Inkassodienstleistung) weg. (5) Keine Aussage der Form „Ihr Anspruch besteht“ oder „die Klausel ist unwirksam“, nur „Frist nach Regel X am Datum Y abgelaufen, Vorlage Z liegt bereit“. **Welcher Partner freigibt, statt selbst zu verkaufen:** Der **Baurechtsanwalt** – aber in einer klar begrenzten Rolle: einmalige Prüfung und Freigabe des Vorlagen-Sets und des Regelwerks (VOB/B-Fristenlogik, Musterschreiben, Prüfaufgaben-Kriterien) gegen ein Festhonorar von geschätzt 1.500–3.000 €, jährliche Aktualisierung bei VOB-Änderungen, Nennung „Vorlagen geprüft von Kanzlei X“ im Produkt, und der Knopf „Anwalt fragen“ an jeder Prüfaufgabe, der die Akte an die Kanzlei weiterleitet. Warum die Kanzlei das tut, statt die Leistung selbst zu verkaufen: Register führen, Fristen wecken und Standardbriefe ausfüllen sind zu Anwaltsstundensätzen nicht abrechenbar und interessieren keine Baurechtskanzlei; die Prüfaufgaben dagegen sind genau die Mandate, die sie will (atypische Klauseln, verweigerte Rückgaben, Insolvenzen) – das Produkt ist ihr Lead-Kanal in Handwerksbetriebe, die sonst nie einen Anwalt anrufen. Der **Kautionsversicherer** ist als Freigeber ungeeignet und als Partner zwiespältig: Er verdient Avalprovision, solange die Bürgschaft draußen ist, hat aber ein Interesse an freier Avallinie für neues Geschäft – als Sponsor für den Bürgschaftsteil denkbar, als Freigeber nicht, weil er keine Rechtsprüfung leistet. Der **Steuerberater** ist kein Freigeber (kein Baurecht), aber eine Datenquelle und ein Kanal: In seiner Debitorenliste stehen die Einbehalte als offene Forderungen, und er sieht als Erster, wenn sie seit Jahren nicht bewegt werden. Die günstigste Vorlagenbasis sind die Musterschreiben der Verbände (ZDB, Landesinnungsverbände) und Verlage (WEKA führt eine „Aufforderung zur Bürgschaftsrückgabe nach §17 Abs. 8 VOB/B“) – deren Lizenzierung ist Recherchefrage 2 für den Deep-Dive. Kurz zu den beiden anderen Produkten aus Codex' Frage: Der **Zuschuss-Scan** ist als eigenständiges Produkt beerdigt (Betrag 1.000–4.000 €/Jahr, wird BG-Prämien-Feature von J); Fördermittelberatung ist kein reglementierter Beruf und berührt StBerG/RDG nur bei steuerlichen Programmen (Forschungszulage, §35c) – die bleiben draußen, BG-Prämien und Arbeitsagentur-Programme sind Antragsvorbereitung mit vorausgefülltem Formular, das der Betrieb selbst einreicht. Der **Prüfvermerk-Leser** ist tot; der einzige Rest – der 28-Tage-Vorbehaltswecker – lebt in H ohne Bewertung der Kürzung.